Wer wir sind

Die KAS ist die Betreuungsorganisation des Katholischen Militärbischofs und unterstützt die Bundeswehr in Betreuungs- und Fürsorgeaufgaben für die Soldatinnen und Soldaten.

Als gemeinnützige Organisation wollen wir Soldatinnen und Soldaten mit ihren Familien stärken, Begegnung und Austausch in Kasernen und Garnisonsstädten fördern und einen Ausgleich zu den Herausforderungen des militärischen Dienstes ermöglichen.

Wir handeln aus christlicher Motivation und laden dafür Menschen ohne Ansehen der Person, ihrer Herkunft oder Konfession ein, die Katholische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung e.V. (KAS) als Forum für Begegnung, Entspannung und lebenspraktische Hilfen zu nutzen. Dabei sind wir immer auch Netzwerker und Kooperationspartner unter verschiedensten Institutionen aus dem Umfeld von Kirche und Bundeswehr.

Was wir tun

Die KAS leistet diakonische Arbeit unter den Angehörigen der Bundeswehr und ihren Familien. Dafür gestalten wir an den Bundewehrstandorten im Inland Familien-, Kultur-, Sport- und Bildungsprojekte. Mit der OASE-Einsatzbetreuung, einer Initiative von EAS und KAS, begleiten wir die Soldatinnen und Soldaten in ihren Missionen weltweit.
Alle Projekte der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung entwickeln wir im Schulterschluss mit den Militärseelsorgern und den zuständigen Dienststellen der Bundeswehr.
Zum Beispiel

  • entlasten wir Militärseelsorger bei der Organisation und Ausgestaltung von Werkwochen, Freizeiten, Besinnungstagen und Festen
  • ergänzen wir die Seelsorge durch thematische Seminararbeit
  • organisieren wir regenerative Familienangebote für Soldaten, wie die Familienferien oder
    Familienfreizeiten>
  • bilden wir die Ehrenamtlichen der Bundeswehrbetreuungsorganisation aus
  • betreiben wir Soldatenfreizeitheime als Zentren der Begegnung, Kultur und Erholung
  • richten wir Freizeitzentren und -treffs in Kasernen ein und unterstützen Soldat*innen bei der
    Eventorganisation
  • bilden wir Freizeitberater für die Bundeswehr aus
  • sorgen wir mir der OASE von Evangelischer und Katholischer Arbeitsgemeinschaft für
    Soldatenbetreuung für gastronomische und kulturelle Betreuung in den Einsatzgebieten
Geschichte
Die Katholische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung wurde am 04. Oktober 1956 in Bad Godesberg als gemeinnütziger Verein gegründet. Zuvor hatte sich das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZDK), insbesondere die katholische Jugend (BDKJ), dafür eingesetzt, dass die Soldatenbetreuung in der noch jungen Bundeswehr auch in kirchliche und zivilgesellschaftliche Verantwortung übertragen wird.

Schwerpunkt der Soldatenbetreuung der KAS war bis zum Anfang der 90er Jahre der Betrieb von insgesamt 27 Soldatenfreizeitheimen an den Garnisonen. Als sich die Bundeswehr mit Beginn der 90er Jahre zusehends umstrukturierte, sich von einer Verteidigungs- zur Einsatzarmee wandelte, richtet auch die KAS ihre Angebote neu aus. Seither betreut sie die Soldatinnen und Soldaten in ihrer Freizeit zunehmend unabhängig von fester Infrastruktur. Verbunden mit den steigenden Belastungen durch die Auslandseinsätze, bezieht die KAS zudem aktiv Familien der Soldatinnen und Soldaten in ihre Betreuungsarbeit ein.

Ein Großteil der Angebote ist dabei mit der Arbeit der Militärseelsorge verbunden. Und um auch in den Einsätzen der Bundeswehr bei der Truppe zu sein, haben die KAS und ihre protestantische Schwester EAS 1995 die wirtschaftlich eigenständigeEinsatzbetreuung gegründet.

Unsere Geschäftsstelle - Rupert Mayer Haus

„Schön, dass Ihr da seid!“ Mit diesen Worten begrüßte Dr. Franz-Josef Overbeck, Katholischer Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr, die Gäste und Mitarbeiter der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (KAS) anlässlich der Segnung der neuen KAS-Geschäftsstelle „Pater-Rupert-Mayer-Haus“. Mit einer Feierstunde am 21. September 2017 in Berlin-Marienfelde begann zudem offiziell das Schutzpatronat des seligen Pater Rupert Mayer für die KAS.

Der gemeinnützige Verein hatte im Jahr 2015 die Liegenschaften der „Armen Schulschwestern unserer Lieben Frau“ in Marienfelde übernommen und in Teilen der ehemaligen Ordensgebäude ihre Interimsbüros eingerichtet. Bis zum Jahr 2017 wurden schließlich weitere Anlagetrakte abgerissen und auf dem Ordensgelände eine neue Geschäftsstelle – das Pater Rupert Mayer Haus – erbaut. Unter ihrem Schutzpatron Pater Rupert Mayer nahm die KAS dort im September 2017 ihre Arbeit auf.

Wer war Pater Rupert Mayer
 

Pater Rupert Mayer SJ. © KAS

Pater Rupert Mayer SJ. © KAS

Die Katholische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (KAS) hat sich Pater Rupert Mayer als Schutzpatron und Namensgeber der neuen Geschäftsstelle ausgesucht, da sich der Verein dem Erbe des Jesuitenpaters besonders verpflichtet fühlt. Was Pater Rupert Mayer besonders auszeichnet, war sein absoluter und bedingungsloser Einsatz für die Soldaten im Felde sowie für die Menschen, die ihm anvertraut waren. Sein Maßstab war seine Liebe zu Christus und sein Glaube, für den er Zeugnis ablegte. Auch die KAS möchte mit ihren Betreuungsangeboten ergänzend zur geistlichen und theologisch-qualifizierten Arbeit für unsere Soldaten Zeugnis ablegen – getreu dem Motto: „KAS – Für Euch da!“

Der Jesuit Pater Rupert Mayer (1876-1945) stand Soldaten unter Einsatz des eigenen Lebens im 1. Weltkrieg bei. Selbst schwer kriegsversehrt durch zwei Beinamputationen, ließ er sich dennoch nicht davon abbringen, als Kirchenmann und deutscher Patriot während der Weimarer Republik und des Dritten Reiches zu wirken.

Als kommunistische und sozialistische Bewegungen in der Zwischenkriegszeit immer stärker wurden, meldete sich Pater Mayer kritisch zu Wort. Ebenso kritisch beobachtete er den Aufstieg des Nationalsozialismus und erkannte früh, dass ein gläubiger Mensch niemals dieser Partei angehören konnte. Da er sich zwar außer-, nicht aber innerhalb der Kirche an ihm erteilte Redeverbote hielt, wurde er 1937 verhaftet. Weitere Verhaftungen folgten, bis Pater Mayer in das Benediktinerkloster Ettal verlegt und dort interniert wurde. Schon kurz nach der Befreiung im Mai 1945 durch amerikanische Truppen kehrte er nach München zurück und nahm seine Tätigkeit als Seelsorger wieder auf. Er war Wegbereiter moderner Großstadtseelsorge, der sich mittellosen Menschen zuwendete.

Am 01. November 1945, mitten in seiner Allerheiligenpredigt, verstarb Pater Rupert Mayer SJ an einem Hirnschlag. Er wurde am 03. November 1987 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Sein Andenken wird am 03. November gefeiert.

 

Das Lieblingsgebt des seligen Pater Rupert Mayer SJ:

„Herr, wie Du willst, so soll mir gescheh`n
und wie Du willst, will ich geh`n;
hilf Deinen Willen nur versteh`n!

Herr, wann Du willst, dann ist es Zeit;
und wann Du willst, bin ich bereit,
heut und in Ewigkeit.

Herr, was Du willst, das nehm` ich hin
und was Du willst, ist mir Gewinn;
Genug, dass ich Dein eigen bin.

Herr, weil Du`s willst, drum ist es gut;
und weil du`s willst, drum hab` ich Mut.
Mein Herz in Deinen Händen ruht!“

 

 

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