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„Den Ausblick über den Westerwald muss man sich verdienen!“ Mit diesen Worten empfing die pädagogische Leiterin des Familienferiendorfes Hübingen, Sieglinde Müssig-Jarnicki, die bunt gemischte Reisegruppe, die sich zur Osterwoche der KAS Familienferien 2022 aufgemacht hatte.  

Verdient war der Ausblick allemal, schließlich mussten einige steile Serpentinen auf dem letzten Teilstück zum Feriendorf überwunden werden. Als besondere Belohnung wartete hinter der letzten Kurve eine einmalige Kulisse vor der grünen Landschaft des Westerwaldes: Hier begrüßte ein blau-gelbes Zirkuszelt die Anreisenden und ließ die Vorfreude auf die Woche und das angekündigte Programm in die Höhe schnellen.

Pilotprojekt mit doppelter Premiere

Die Osterwoche der KAS Familienferien 2022 war nicht nur terminlich eine Premiere. Erstmalig wurde auch ein Durchgang der bei Bundeswehrfamilien beliebten Ferienwochen komplett begleitet und programmatisch ausgestaltet.

Für die KAS als Organisatorin des Pilotprojektes hatten sich die eingeladenen Referent:innen, Volker und Stefanie Hoffmann aus Warendorf, ein buntes Rahmenprogramm erdacht. Sie begleiteten die sechs angereisten Familien zusammen mit der Leiterin des Geschäftsbereichs Familie und Bildung der KAS, Sara Bock, durch die Osterwoche. Vervollständigt wurde das Betreuungsquartett durch den Münsteraner Militärpfarrer Axel Heinekamp, der die geistigen Impulse am Morgen sowie den feierlichen Gottesdienst am Ostersonntag gestaltete und darüber hinaus die Gruppe auf vielfältige Weise bereicherte.

Gemeinsame (Erfolgs)Erlebnisse und ausgelassene Stimmung

Bei den abwechslungsreichen Aktivitäten – wie einer Osterrallye durch den Wald mit anschließendem Ostereiersuchen am Sonntag, sportlichen Turnieren auf dem Fußballfeld oder am Kicker bis hin zum Rösten von Marshmallows an der wärmenden Feuerschale mit Panoramablick – kam keine Langeweile auf und die Gruppe wuchs schnell zu einer echten Gemeinschaft zusammen.



Gemeinsam bejubelt wurde nicht nur jeder Treffer beim Bogenschießen, auch beim packenden Duell „Klein gegen Groß“, bei dem natürlich die Kleinen die Erwachsenen in Grund und Boden spielten, gab es am Ende nur lachende Gewinnerinnen und Gewinner. Das perfekte Frühlingswetter und die fantastische landschaftliche Lage des Feriendorfes taten ihr Übriges, um für eine ausgelassene Stimmung zu sorgen.

Von den Zirkusworkshops zur großen Zirkusshow

Was wäre ein Zirkuszelt ohne spektakuläre Vorführung? In Vorbereitung der großen Show sorgten vor allem die Zirkusworkshops unter Anleitung von Zirkuspädagoge Christof Heiner für besondere und nicht selten amüsante Erlebnisse. Für seine gelehrigen Schülerinnen und Schüler hatte er zugleich noch einen guten Rat fürs Leben übrig: „Eines der der wichtigsten Worte beim Zirkus ist ‚noch‘. Nur weil die Bälle beim Jonglieren ständig herunterfallen oder der man aus dem Gleichgewicht kommt, heißt das nicht, dass man es nicht kann. Man kann es nur NOCH nicht!“

Und so wurde fleißig jongliert, balanciert und der gemeinsame Auftritt für den großen Abschlussabend einstudiert. Von den „Stärksten Männern der Welt“ über „Bibis Dressurpferde“ bis hin zu den spannungsgeladenen Drahtseilakten der Jüngsten kam das Publikum voll und ganz auf seine Kosten und so bebte das Zelt am Freitagabend, als die neuesten Zirkusstars ihre Nummern präsentierten.     

Nach der Show ist bekanntlich vor der Show. Bereits während der gemeinsamen Tage sammelte die Gruppe zahlreiche Ideen für eine mögliche Wiederholung im nächsten Jahr, sodass beim Abschied eines feststand: Das Pilotprojekt war ein voller Erfolg und der begleitete Durchgang der Familienferien mit dem bunten Rahmenprogramm soll keine einmalige Sache gewesen sein.


Bilder: KAS