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Die Anforderungen aus dem Arbeits- und Berufsleben, insbesondere aus dem Soldatenberuf, belasten zumeist auch die Paarbeziehungen oder das Familienleben. Dabei stellt der Soldatenberuf mit seinen Besonderheiten die eigene Partnerschaft und das Familienleben stets neu auf die Probe. Die Kinder und Jugendlichen in diesen Beziehungen sind in besonderem Maße betroffen, vor allem dann, wenn ein Elternteil immer wieder für längere Zeit einsatzbedingt abwesend ist. Diesen Kindern und Jugendlichen eröffnete die Katholische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (KAS) und die Katholische Familienstiftung für Soldaten (KFS) ein Angebot zur Hilfe und zur Stärkung ihres Selbstbewusstseins. In einem neuen Jugendseminar, welches vom 09. bis 13. Oktober 2019 in Hübingen/Eifel unter dem Titel „Mamas, Papas, mein Einsatz!“ stattfand, vermittelten die Familienreferenten der KAS Methoden und Strategien für einen positiven Umgang mit den Trennungszeiten.

Foto: KAS

Nach mühevollem, aber erfolgreichem Entzünden des Feuers mithilfe eines Feuersteins, ist Zeit für Malzbier und Stockbrot. “Dinge, von denen ich dachte, dass ich sie nicht kann, erweisen sich beim Probieren als überraschend einfach.

Die eigene Betroffenheit, der Umgang damit und die Erfahrungen der Anderen waren ein wichtiger Teil des Seminars, das für die KAS Grit Bünker-Wohlfarth und Hannelore Grauel-von Strünck als geladene Referentin durchführten. Für die richtige Wohlfühltemperatur vor Ort sorgten der emotionale Ausgleich, viele Gelegenheiten zur Entspannung und das Erlebnis von Gemeinschaft unter Menschen in ähnlichen Lebenssituationen. So gehörten aktiv gestaltete Abende ebenso zum Programm wie Unternehmungen in der Gruppe, um den jugendlichen Teilnehmern neue Erfahrungshorizonte zu eröffnen. Ein selbstgezeichnetes Körperbild gab Antwort auf die Frage „Welche Stärken habe ich?“ und schuf neue Erkenntnisse zu den Fragen „Können vermeintliche Schwächen zu Ressourcen werden?“ oder „Was ist meine Zukunftsvision?“.

Wenn die KAS-Mitarbeiterin Angst - aber ein super Team zur Seite - hat, welches über sich selbst hinauswächst, ist selbst der höchste Parcour schaffbar. Foto: KAS.
Wenn die KAS-Mitarbeiterin Angst hat, aber ein super Team zur Seite, welches über sich selbst hinauswächst, ist selbst der höchste Parcour schaffbar. Foto: KAS.

Natürlich durften auch Outdoor-Aktivitäten nicht fehlen. Nach mühevollem aber erfolgreichem Entzünden eines Feuers mithilfe eines Feuersteins gab es dabei unter herbstlichem Himmel viel Zeit zur Erholung bei Malzbier und Stockbrot. Dinge, von denen die jugendlichen Teilnehmer annahmen, ihnen nicht gewachsen zu sein, erwiesen sich bei näherer Betrachtung und beim Ausprobieren oftmals als überraschend einfach, so z.B. das Löschen des Feuers. Naturerlebnisse im Wildpark sorgten zudem für das gewisse Etwas: Wer kennt welche Tiere und Pflanzen, was ist die Aufgabe eines Jägers, wie lebt der Waschbär? – Fragen über Fragen! Speziell beim Kletterparcour zeigte sich recht schnell, dass man miteinander nicht nur geistig sondern auch körperlich über sich hinauswachsen kann, dass Hindernisse zusammen überwunden werden können.

Das Ziel des fünftägigen Seminars war es, Ressourcen und Resilienz der jugendlichen Teilnehmer zu aktivieren, zu stärken und zu fördern. Durch intensive Seminareinheiten, Outdooraktivitäten, gemeinsame Spiele, selbst durch das Märchen am Abend ist dies rundum gelungen. „Echt cool fanden wir den Zusammenhalt untereinander und dass wir voneinander vieles lernen konnten. So etwas hab‘ ich noch nie erlebt!“ Sichtlich zufrieden fuhren die Jugendlichen mit gestärktem Rücken und einem Lächeln auf den Lippen nach Hause.

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Die KAS bedankt sich bei der Katholischen Familienstiftung für Soldaten, die dieses Jugendseminar mithilfe eines Crowdfunding-Projektes ermöglichte.

KAS-Tätigkeitsbereich: Familien- und Bildungsarbeit