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In diesem Jahr haben die OASE-Einsatzbetreuung von Evangelischer (EAS) und Katholischer Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (KAS) und der Deutsche BundeswehrVerband (DBwV) wieder die Aktion „Gelbe Bänder der Verbundenheit“ im Reichstagsgebäude durchgeführt. Etwa 3.100 Soldatinnen und Soldaten werden in diesem Jahr das Weihnachtsfest ohne Familie und Freunde verbringen, denn sie leisten auch im Advent in einem der zehn Bundeswehreinsätze auf drei Kontinenten fernab der Heimat ihren Dienst. Mit der Aktion „Gelbe Bänder“ machten die Verbände traditionell im Deutschen Bundestag auf diesen Umstand aufmerksam und baten fraktionsübergreifend die Abgeordneten um persönliche Grußbotschaften auf den gelben Bändern für die Männer und Frauen im Einsatz. Diese werden anschließend in den Einsatz gebracht.

Gerade in diesem pandemiegeprägten Jahr bringt der Einsatz für die Frauen und Männer besondere Herausforderungen mit sich. Einerseits erhöhen die pandemiebedingten Isolations- und Quarantänebeschränkungen die ohnehin hohen Belastungen vor, während und nach dem Einsatz. Andererseits können die Einsatzsoldatinnen und -soldaten ihren Liebsten in dieser herausfordernden Situation nur schwerlich beistehen. In der bevorstehenden besinnlichen Jahreszeit begleiten diese Gedanken viele Soldatinnen und Soldaten im Einsatz und belasten nicht selten das Seelenheil.

Die Bundestagsabgeordneten zeigten im Rahmen der Aktion ein überwältigendes Interesse an den Belangen der Bundeswehrangehörigen. Das Gespräch mit den Abgeordneten suchten die KAS-Vorsitzende Gisela Manderla, der EAS-Hauptgeschäftsführer Rolf Hartmann sowie Hauptmann Andreas Steinmetz seitens des DBwV.

„Ich hoffe, dass Sie allzeit beschützt und behütet sind und ihren Dienst gut erfüllen können, dass Sie unversehrt an Leib und Leben zurückkommen. Passen Sie auf sich auf!“ 

Siemtje Möller MdB (SPD)

Grüße in die Einsatzgebiete übersandte u.a. Norbert Röttgen MdB (CDU): „Wir sind Ihnen dankbar für den Dienst, den Sie tun. Wir sind stolz auf Sie, für die Professionalität, die Einsatzfähigkeit und Einsatzbereitschaft. Ich wünsche Ihnen persönlich alles Gute.“ Für die Fraktion der FDP signierte neben weiteren Fraktionskollegen Marcus Faber MdB die Bänder. Er sagte: „Ich hoffe, dass Sie alle gesund und munter nach Hause kommen und möchte einfach nur Danke sagen, dass Sie vor Ort Ihren Dienst tun.“ 

Was in diesem Jahr pandemiebedingt ausblieb, waren lange Schlangen vor den Tischen mit den Bändern. Neben der Aktion, die am 17. November 2021 im Reichstagsgebäude stattfand, erhielten die Fraktionen bereits zuvor zahlreiche Bänder, um diese nach und nach mit Grüßen versehen zu können. Das Ergebnis kann sich in jedem Fall sehen lassen: Am Ende waren derart viele „Gelbe Bänder“ voll mit Unterschriften und guten Wünschen an die Soldatinnen und Soldaten im Einsatz, dass der Nachschub an Blanko-Bändern knapp zu werden drohte.

Insgesamt demonstrierte die Aktion, dass die Frauen und Männer der Bundeswehr in Mali, in Litauen oder im Mittelmeer bei den Mandatsträgern im Parlament nicht vergessen werden. Die Bänder werden in den kommenden Wochen in die unterschiedlichen Einsatzgebiete überbracht. Ziel der Initiatoren der Aktion war es, die Verbindung der Bundeswehrangehörigen zur Heimat und ins Parlament zu stärken.

Bilder: EAS/KAS