18. Kunstwettbewerb der Bundeswehr: Intensiver Juryentscheid in Bonn

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Der tägliche Dienst stellt die Bundeswehrangehörigen, gleich ob in Uniform oder zivil, vor die verschiedensten Herausforderungen. Seien es die körperlichen, geistigen oder auch moralischen Anforderungen, ein möglicher Weg der persönlichen Reflektion und Kompensation findet sich in der künstlerischen Auseinandersetzung. Der Kunstwettbewerb der Bundeswehr bietet hierfür seit 1997 eine attraktive Plattform mit wechselnden Themen und Fragestellungen im Spiegelbild von Zeit und Gesellschaft.

Mit der Bekanntgabe des aktuellen Mottos „wehrhaft | wahrhaft“ im September 2025 an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg fiel der Startschuss für den bereits in der 18. Auflage durchgeführten Kunstwettbewerb der Bundeswehr. Hinter dem Thema steht letztlich die zentrale Frage „Sind wir wahrhaft wehrhaft?“ – Was bedeuten diese beiden starken Begriffe für uns als Bürger der Bundesrepublik Deutschland im Allgemeinen bzw. als Angehörige der Bundeswehr im Speziellen?

Ob Malerei, Fotografie, Gesang, Digital-, Text- oder Objektkunst: Zahlreiche Bundeswehrangehörige stellten sich der künstlerischen Umsetzung dieses vielschichtigen Themas und reichten insgesamt 83 Kunstwerke ein; darunter 72 Einzelarbeiten, acht Familienarbeiten sowie drei Gruppenarbeiten.

Jury vor anspruchsvoller Aufgabe

Am 14. Juli 2026 traf sich eine hochkarätig besetzte Jury im Streitkräfteamt bei der Gruppe Betreuung und Fürsorge in Bonn, um die eingereichten Kunstwerke zu bewerten und die Gewinnerinnen und Gewinner in den verschiedenen Kategorien zu ermitteln. Sie stellten sich dabei der nicht weniger herausfordernden Aufgabe, jedes einzelne Werk im Kontext des Themas zu bewerten und letztlich auch eine Reihung der Wettbewerbsbeiträge vorzunehmen.

Jurymitglieder

Generaloberstabsarzt Dr. Nicole Schilling
Stellvertreterin des Generalinspekteurs der Bundeswehr

Generalmajor Ansgar Meyer
Kommandeur Zentrum Innere Führung

Generaloberstabsarzt a.D. Dr. med. Ulrich Baumgärtner
Vorstandsvorsitzender Härtefallstiftung Bw e.V.

Celtina Le Moal
Referentin Familie & Bildung KAS & Kunstpädagogin

Carolin Brusky
Wissenschaftliche Referentin, Katholisches Militärbischofsamt – Referat Seelsorge

Die Jurorinnen und Juroren des 18. Kunstwettbewerbs der Bundeswehr (v.l.n.r.): Generaloberstabsarzt Dr. Nicole Schilling, Celtina Le Moal, Generaloberstabsarzt a.D. Dr. med. Ulrich Baumgärtner, Generalmajor Ansgar Meyer & Carolin Brusky.

Begrüßt wurde das Gremium durch Brigadegeneral Michael Oberneyer, den Stellvertreter des Amtschefs Streitkräfteamt. Er verwies auf die besondere Qualität des Wettbewerbs und stellte der Jury eine intensive Sitzung in Aussicht: anspruchsvoll, spannend und geprägt von intensiver Betrachtung und Diskussion.

Prämierte Kunstwerke bleiben bis zur Preisverleihung geheim

Der Jury gelang es, trotz der Vielzahl und Vielschichtigkeit der Kunstwerke sowie den herausfordernden Temperaturen, erfolgreich die Gewinnerinnen und Gewinner in allen Kategorien zu ermitteln. Bis zur offiziellen Auszeichnung und erstmaligen Präsentation der prämierten Kunstwerke werden die Namen der Schaffenden jedoch unter Verschluss gehalten. Diese bildet am 23. November 2026 – traditionell im Deutschen Bundestag – den feierlichen Höhepunkt des Kunstwettbewerbs der Bundeswehr.  

Nur so viel sei verraten: Die gezeigte Kreativität der Teilnehmenden und überaus ansprechende Umsetzung ihrer hat den Jurymitgliedern höchsten Respekt abverlangt und findet die verdiente Anerkennung in den Worten der Stellvertreterin des Generalinspekteurs der Bundeswehr:

„Ich habe heute eine Vielzahl an Meisterwerken zum Thema „wehrhaft | wahrhaft“ gesehen, die nicht nur von außergewöhnlichem Engagement geprägt sind, sondern jedes Einzelne für sich eine eigene, sehr persönliche Botschaft übermittelt. Es hat mir sehr viel Freude bereitet die individuellen Botschaften aus den Bildern und Texten herauszulesen und das jeweilige Verständnis von Wehr-/Wahrhaftigkeit in unseren Diskussionen zu ergründen.

Von Herzen möchte ich mich bei allen Einsendenden für das Engagement und Ihre Bereitschaft zum Mitwirken bedanken. Jedes einzelne Werk ist einzigartig, wie diejenigen, die es geschaffen haben.“

Der Kunstwettbewerb der Bundeswehr wird seit 1997 im Wechsel von Evangelischer Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS) und Katholischer Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (KAS) durchgeführt und steht unter der Schirmherrschaft des Amtschefs des Streitkräfteamtes der Bundeswehr (SKA). Ziel dieser besonderen Betreuungsmaßnahme ist es, zur Förderung von Kunstschaffenden in der Bundeswehr und zur Verbesserung der Integration der Bundeswehr in die Gesellschaft aktiv beizutragen.

Weitere Informationen unter www.kunstbw.de

Text: Bundeswehr/ Dirk Großhenrich (redaktionelle Bearbeitung durch KAS)
Bilder: © Bundeswehr/Michael Gapski

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