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Deeskalieren, ducken, durchgreifen: Selbstverteidigungskurse 2026 im Rückblick

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Mit vier Kursangeboten erreichte KAS-Regionalbetreuer Markus Bienemann in diesem Jahr mehr als 70 Teilnehmerinnen. Im Mittelpunkt standen die Einschätzung potenzieller Gefahrensituationen, Deeskalation und praktische Selbstverteidigung.

Von Erfurt bis Bergisch Gladbach

Den Auftakt bildete im Juni ein eintägiger Kurs in Erfurt. Die 19 Teilnehmerinnen beschäftigten sich damit, potenziell gefährliche Situationen frühzeitig zu erkennen, selbstbewusst aufzutreten und Konflikte möglichst zu entschärfen. Praktische Übungen halfen ihnen dabei, verschiedene Verhaltensweisen auszuprobieren und die eigenen Reaktionsmöglichkeiten besser einzuschätzen.

Vom 25. bis 28. Juni wurde das Angebot bei dem Frauenwochenende in Vechta fortgesetzt, im September folgte ein weiterer Kurs im VersInstZ SanMat in Pfungstadt. Im Mittelpunkt standen auch dort Strategien, um Risiken rechtzeitig wahrzunehmen und in herausfordernden Situationen angemessen zu reagieren.

Abschluss bildete vom 17. bis 20. September das Frauenwochenende „Selbstverteidigung und Selbstbehauptung“ im Kardinal Schulte Haus in Bergisch Gladbach. Über mehrere Tage hinweg setzten sich die Teilnehmerinnen mit unterschiedlichen Aspekten persönlicher Sicherheit auseinander. Neben theoretischen Grundlagen standen praktische Übungen, der bewusste Umgang mit den eigenen Grenzen und der Austausch untereinander auf dem Programm.

Ein Schwerpunkt der Kurse liegt auf der praxisnahen Vermittlung der Inhalte.
Mögliche Gefahrensituationen werden gezielt simuliert. Dabei übernehmen die Teilnehmerinnen auch selbst die Rollen potenzieller Angreiferinnen und Angreifer. So können sie unterschiedliche Perspektiven kennenlernen und unmittelbar erproben, wie sie in kritischen Momenten reagieren können.

Realitätsnah üben, Handlungssicherheit gewinnen

Die Kurse vermitteln nicht nur Techniken zur Selbstverteidigung.
Sie sollen auch dazu beitragen, die eigene Wahrnehmung zu schärfen, persönliche Grenzen klar zu kommunizieren und in belastenden Situationen handlungsfähig zu bleiben. Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen unterstreichen den Stellenwert dieses Ansatzes. Die Verbindung aus praktischen Erfahrungen und fachlicher Anleitung bietet Gelegenheit, eigene Stärken zu erkennen und das Vertrauen in die persönlichen Fähigkeiten auszubauen.

„Wir schaffen es, Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit zu stärken.“
– Markus Bienemann, Regionalbetreuer der KAS

Insgesamt 71 Frauen, größtenteils Angehörige der Bundeswehr, nahmen 2026 an den vier Kursangeboten teil. Dabei waren auch Töchter der Teilnehmerinnen dabei. Die Kurse boten damit Frauen unterschiedlicher Generationen die Gelegenheit, sich mit persönlicher Sicherheit, dem Setzen eigener Grenzen und dem Verhalten in Konfliktsituationen auseinanderzusetzen.

Mit den Kursen setzt die Katholische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung e. V. auf ein praxisorientiertes Angebot, das über die reine Wissensvermittlung hinausgeht. Es unterstützt die Teilnehmerinnen dabei, Risiken besser einzuschätzen, Grenzen zu setzen und im Alltag selbstbestimmt zu handeln.

Gut zu wissen: Auch im Jahr 2027 bietet die KAS wieder einen Selbstverteidigungskurs mit unserem Regionalbetreuer Markus Bienemann an. Mehr erfahren.

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