Weihnachten unterm Sternenzelt

23.12.2025
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Seit jeher schauen die Menschen in klaren Nächten ehrfürchtig in den Sternenhimmel. Lange bevor es moderne Kalender und Orientierungshilfen gab, waren die Gestirne verlässliche Wegweiser, treue Begleiter, Symbole der Ordnung und Beständigkeit sowie Zeichen der Hoffnung. Der Blick in den Himmel öffnete andächtige Räume der Stille, schenkte Weite und berührte über die Kulturen hinweg die tiefen Fragen des Lebens – nach dem Woher und Wohin, nach einem tieferen Sinn und nach dem richtigen Weg.

Auch – und gerade – die Weihnachtsgeschichte nimmt uns mit in diese vertraute Szenerie. Wir begegnen den Hirten, tief in der Nacht, fernab der Siedlungen auf freiem Felde unter dem Sternenhimmel. Nichts steht zwischen ihnen und der „Herrlichkeit des Herrn“, als der Engel ihnen die frohe Botschaft verkündet:

„Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr.“ (Lukas 2,10-11)

Im Matthäus-Evangelium lesen wir zudem vom Weihnachtsstern bzw. dem Stern von Bethlehem, der die Weisen aus dem Morgenland aufbrechen ließ und ihnen den Weg zur Geburt Jesu wies. In diesem weihnachtlichen Erzählmotiv verbindet sich das Suchen des Menschen mit der Nähe Gottes, das Sich-Aufmachen mit dem Geführtwerden, .

In dieser Botschaft liegt eine Kraft, die uns auch heute trägt – besonders in bewegten und herausfordernden Zeiten und selbst wenn der Weg manchmal dunkel oder unübersichtlich scheint.

Für die KAS war 2025 ebenfalls geprägt von viel Bewegung, Bewegtheit und Bewegtsein. Wir durften Soldatinnen und Soldaten sowie ihre Familien an vielen Orten und bei vielen Gelegenheiten begleiten, stärken und miteinander verbinden.

Dafür sind wir dankbar: für die gemeinsame Zeit, für das Vertrauen und für alle, die mit ihrem Engagement dazu beitragen, dass die KAS als christliche Betreuungsorganisation ein verlässlicher Anker in einem oft bewegten Dienstalltag bleibt.

Weihnachten lädt uns ein, innezuhalten und das Jahr mit einem dankbaren Blick zurück zu betrachten. Gleichzeitig öffnet diese besondere Zeit den Horizont für das, was kommt. So wie der Stern von Bethlehem den Weg der Weisen erhellte, wollen auch wir mit Zuversicht in das neue Jahr gehen – begleitet vom Licht der Hoffnung, getragen von Gemeinschaft, und bereit, weiterhin verlässlich an der Seite der Menschen in der Bundeswehr zu stehen.

Mögen Ihnen die besinnlichen Feiertage neue Kraft schenken und möge Ihnen die Botschaft dieser Nacht frischen Mut geben! Die Katholische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung wünscht Ihnen gesegnete Weihnachten und ein hoffnungsvolles neues Jahr.

Bleiben Sie behütet!

Bild: © alenagurenchuk – stock.adobe.com

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