Der traditionelle Starkbieranstich des Bundeswehrstandortes in Füssen zum Auftakt in die Fastenzeit zählt bereits früh im Jahr zu den Höhepunkten im Veranstaltungskalender unserer OASE – Haus der Gebirgsjäger. Auch in diesem Jahr fanden am 19. Februar – auf Einladung des Versorgungsbataillons 8, des Aufklärungsbataillons 10, der Gebirgsaufklärungskompanie 23 und des Sanitätsversorgungszentrums Füssen – weit mehr als 200 Gäste im festlich geschmückten Saal der OASE zusammen, um der Eröffnung der Starkbierzeit beizuwohnen.
So konnte Oberstleutnant Tobias Fürst als Standortältester in seiner Eröffnungsrede unter anderem den Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke, seinem Landtags-Kollegen Andreas Kaufmann, den Kommandeur der Divisionstruppen der 10. Panzerdivision und Stellvertretenden KAS-Vorsitzenden, Brigadegeneral André Abed, den Stellvertretenden Landrat des Landkreises Ostallgäu und Bürgermeister von Obergünzburg, Lars Leveringhaus, den Prinzen Hubertus von Thurn und Taxis sowie zahlreiche weitere Bürgermeister und Vertreter von Bundeswehr und Blaulichtorganisationen begrüßen.
Darüber hinaus stimmte er die Gäste auf den Abend ein und dankte den Vertretern aus dem zivilen Bereich für ihre Verbundenheit mit der Bundeswehr. Besondere Worte des Dankes richtete der Erste Bürgermeister der Stadt Füssen, Maximilian Eichstetter, im Anschluss an das Leitungsteam der OASE, Martina Nickles und Katharina Simmel, für ihr großes Engagement und die gelebte Gastfreundschaft des Hauses.
„Ein Prosit der Gemütlichkeit“
Nach den Eröffnungsreden wurde Brigadegeneral Abed die Ehre zuteil, das erste Salvator-Holzfass aus der Paulaner Brauerei anzuzapfen. Mit drei gekonnten Schlägen und unter dem Beifall der Gäste leitete er einen stimmungsvollen Abend ein, der ganz im Zeichen des gemütlichen Austausches und der Geselligkeit stand.
Für die besondere Atmosphäre und eine dem Anlass überaus angemessene musikalische Begleitung des Abends sorgte das Quartett der „Brotzeitmusi Schwangau“ mit heimatlichen und beschwingten Klängen. Dabei ließen sie mit einem „Prosit der Gemütlichkeit“ immer wieder die Stimmung aufleben und nahmen die Gäste mit auf eine Reise frischer Interpretationen traditioneller bayerischer Blas‑, Stuben‑ und Volksmusik.
Besonders deutlich wurde auch an diesem Abend, dass die OASEN der KAS wichtige Orte des Zusammenkommens, der Begegnung und der Gemeinschaft sind, die in ihren Regionen die enge Verbindung und Verflechtung von Bundeswehr und Bevölkerung aktiv festigen und fördern.
Gut zu wissen: Nach dem Fasching beginnt vielerorts in Bayern die Starkbierzeit, die als „fünfte Jahreszeit“ bis zur Karwoche dauert und lokal mit den festlichen Starkbieranstichen eingeleitet wird. Zurückführen lässt sich die Tradition auf die Mönche des Paulaner-Ordens. Ursprünglich im 17. Jahrhundert von den Mönchen entwickelt, diente das besonders kräftig eingebraute, kalorienreiche Starkbier dazu, die Fastenzeit zu überstehen – denn Flüssiges galt nicht als Fastenbruch. Heute sind die Starkbieranstiche große gesellschaftliche Ereignisse, die die Fastenzeit mit Geselligkeit und bayerischer Kultur verbinden. Mehr erfahren zur Geschichte der bayerischen Fastenstarkbiere.
Bilder: © KAS e.V.




















