„Hab Mut, steh auf!“ – Unser Rückblick auf den 104. Deutschen Katholikentag 2026 in Würzburg

18.05.2026
Logo Katholische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung e.V.
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Fünf Tage inmitten der eindrucksvollen Kulisse der Würzburger Altstadt und an den Ufern des Mains, gemeinsam mit fast 75.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, mit mehr als 900 möglichen Veranstaltungen und zusammen mit über 250 Ausstellern auf der Kirchenmeile: Hinter uns liegt eine unglaublich intensive, erlebnisreiche und prägende Zeit auf dem Katholikentag 2026, aus der wir viel Kraft und Bestärkung für unser Engagement für Bundeswehrangehörige und ihre Familien mitnehmen können.

„Gemeinsam […] einstehen für eine Kirche die Zukunft hat“: In ihrer Eröffnungsrede schlug die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Irme Stetter-Karp, eine Brücke zum Leitwort des Katholikentags – „Hab Mut, steh auf“ (MK 10,49) und ermunterte die Teilnehmenden, dessen ermutigenden, aktivierenden und verändernden Charakter in den gemeinsamen Tagen zu verinnerlichen. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier betonte in seinem persönlichen Grußwort, dass der Katholikentag sowie das Motto zur rechten Zeit kämen: „Wir müssen aufhören, uns in die Ohnmacht zu reden. Christen müssen aufstehen gegen eine Welt ohne Hoffnung und Zuversicht. Das ist nicht unsere Welt! Die Welt braucht Menschen, die sie zu einem besseren Ort machen.“, rief er den Teilnehmenden zu.

„Also: Wartet nicht. Zögert nicht. Schaut hin. Packt an. Geht los. Hab Mut, steh auf!“ Die Tage in Würzburg hätten dazu ermutigt, mit Zuversicht neue Wege zu gehen, unterstrich auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Heiner Wilmer, am Abschlusstag. Genau dies sei der Auftrag, den die Teilnehmenden mit in ihren Alltag nehmen sollten. „Unsere Welt und unsere Kirche brauchen Aufbrüche, immer von Neuem […] Jesus steht für Versöhnung, Miteinander, Frieden. Der Name Gottes hat Gewicht, ist Dichte, ist Gegenwart. Ich bin da – für euch! Diese Zusage schenkt uns die Energie des Handelns.“, so Wilmer.*

„Hab Mut, er ruft dich!“ Die Vielfalt dieses Engagements im Zeichen des Aufbruchs, sie war vor allem während der gemeinsamen Tage auf der Kirchenmeile mit allen Sinnen zu greifen. Im Herzen der alten Fürstbischofsstadt waren auch die Katholische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung sowie weitere Partnerorganisationen und Akteure wie die Gemeinschaft Katholischer Soldaten und der Katholikenrat beim Katholischen Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr in einem großen Info- und Aktionszelt unter dem Dach der Katholischen Militärseelsorge vereint und luden dazu ein, die Vielfalt der „Kirche für, mit und bei den Soldatinnen und Soldaten“ zu entdecken.

Ob ein interaktives Kistenmemory rund um die Welt der Katholischen Militärseelsorge, das kreative Gestalten von bunten Mutsteinen oder süße kleine Überraschungen zur Stärkung und Bestärkung: Neben Informations- und Gesprächsangeboten luden auch geistliche Impulse und kurzweilige Mitmachangebote zum Kennenlernen und zum Miteinander ein.

Dabei zeigte sich sowohl am gemeinsamen Stand als auch beim Erkunden des Veranstaltungsgeländes und in zahlreichen Zusammenkünften der besondere Charakter des Katholikentags als Ort der persönlichen Begegnung und der Gemeinschaftserfahrung. Fünf Tage boten sich in Würzburg beste Bedingungen, um zueinanderzufinden, neue Kontakte zu knüpfen, miteinander ins Gespräch zu kommen, voneinander zu erfahren und sich gegenseitig zu ermutigen.

Feierliches Pontifikalamt mit dem Katholischen Militärbischof

Frieden braucht Mut und Menschen, die Verantwortung übernehmen: Großer Andrang herrschte auch bei Friedensmesse mit dem Katholischen Militärbischof, Dr. Franz-Josef Overbeck am Tag der Militärseelsorge in der Würzburger Peterskirche.

Mehr erfahren: Ein überaus lesenswerter Rückblick auf die Friedensmesse und vielfältige Impressionen vom Gottesdienst und vom anschließenden Empfang finden sich auf der Webseite der Katholischen Militärseelsorge .

Hoher Besuch am Stand der Katholischen Militärseelsorge und ihrer Partner

Im Anschluss an das Pontifikalamt mit dem Militärbischof besuchten der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Carsten Breuer, und der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Dr. Christian Freuding, die Kirchenmeile. In zahlreichen persönlichen Gesprächen informierten sie sich am gemeinsamen Stand über das vielfältige Engagement der Katholischen Militärseelsorge und ihrer Partnerorganisationen und bestärkten die Organisationen in ihrem Dienst für die Menschen in der Bundeswehr und ihre Familien.

Den Blick voraus in Richtung Paderborn 2028

Was bleibt nach den erlebnisreichen und erfüllenden Tagen, ist das lebendige Gefühl, Teil einer großen, ermutigenden und von christlicher Nächstenliebe getragenen Gemeinschaft zu sein, die uns Kraft schenkt und uns in unserem Tun den Rücken stärkt. Mit großer Dankbarkeit blicken wir zurück auf die hohe Resonanz und das Interesse für unsere Angebote unter dem Dach der Militärseelsorge, viele gute und überaus konstruktive Gespräche und den großen Zuspruch für unsere Arbeit.

„Jedem Ende wohnt ein Anfang inne.“ Dem Zitat Georg-Wilhelm Exlers frei nach Hermann Hesse folgend, werfen bereits mit großer Vorfreude den Blick auf die nächste Gelegenheit, das gemeinsame Miteinander im Glauben zu feiern. Gastgeber für den 105. Deutschen Katholikentag ist das Erzbistum Paderborn in der Zeit vom 24. bis zum 28. Mai 2028.

Link: Paderborn 2028

* https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/104-deutscher-katholikentag-in-wuerzburg-beendet

Fotos: © KAS e.V.

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