Berlin, 20. Januar 2026 – Der Wehrbeauftrage des Deutschen Bundestages ist in seiner Funktion ein wichtiger Seismograph und Impulsgeber für den Bedarf in der Truppe. Mit seiner Nähe zur Bedarfslage und als Bindeglied zwischen Parlament und Bundeswehr zählt er zu den maßgeblichen Ansprechpartnern der Bundesarbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (BAS), wenn es um die Ausrichtung und den zielgerichteten Ausbau von Betreuungsangeboten für die Bundeswehrangehörigen und ihre Familien geht.
Für eine vertiefende Zusammenarbeit und einen kontinuierlichen Austausch warb der BAS-Vorsitzende und ehemalige Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung am 13. Januar in einem persönlichen Treffen mit dem Wehrbeauftragten Henning Otte. Frühzeitig den Bedarf in der Truppe zu kennen, sei essentiell für die Betreuungsarbeit der über die BAS verbundenen Organisationen und Verbände, um schnell und bedarfsgerecht Unterstützung leisten zu können, stellte Jung heraus.
Im Rahmen des Gesprächs informierte BAS-Geschäftsführer Dr. Marlon Berkigt über das Profil und die Rolle der Bundesarbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung und gab Einblicke in aktuelle und geplante Betreuungsprojekte. Angesichts des weltweiten sicherheitspolitischen Umbruchs – mit einschneidenden Folgen für die Entwicklung der Bundeswehr – waren sich alle Gesprächspartner einig, dass es wirksamer Angebote bedarf, um die steigenden Anforderungen und wachsenden Herausforderungen für die Menschen in der Bundeswehr und ihre Angehörigen abzumildern.
Viel Raum während des gemeinsamen Gesprächs nahm die Ausgestaltung der Betreuungsarbeit in Litauen rund um die Panzerbrigade 45 ein. Diese soll unter anderem vonseiten der BAS-Trägerverbände EAS und KAS durch den Betrieb zentraler Betreuungseinrichtungen für Bundeswehrfamilien außerhalb der militärischen Liegenschaften unterstützt werden. Passende Betreuungskonzepte gelte es zudem mit Blick auf die Einführung des neuen Wehrdienstes zu entwickeln, in deren Ausplanung und -gestaltung die BAS – mit der breitgefächerten Expertise und den vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten ihrer Mitglieder – möglichst eng eingebunden werden solle, hob Jung hervor.
Abschließend danke Otte der BAS für das anhaltende und vielschichtige Engagement und betonte sowohl den wachsenden Bedarf wie auch die hohe Zustimmung in der Bundeswehr für die bereitgestellten Betreuungs- und Fürsorgeangebote.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (BAS) ist zentraler Ansprechpartner für die Belange der Soldatenbetreuung. Sie versteht sich als Interessenvertretung der in ihr abgebildeten Verbände sowie als Netzwerk zur Koordinierung der gemeinsamen Anstrengungen mit besonderem Schwerpunkt auf der Familienbetreuung. Die Trägerverbände der BAS sind die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS) und die Katholische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (KAS). Zu den fördernden Mitgliedern zählen das Bundeswehr-Sozialwerk, der Caritas-Verband Koblenz, der Deutsche Bundeswehr-Verband, die Soldaten und Veteranen Stiftung, das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr, die Deutsche Härtefallstiftung sowie der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr. Vorsitzender der BAS ist seit 2015 der Verteidigungsminister a.D. Dr. Franz Josef Jung.
Bilder: © KAS e.V./Daniel Dodt






