image_pdf

Die fünfzehnte Ausgabe des Kunstwettbewerbs der Bundeswehr rief alle Bundeswehrangehörige dazu auf, sich künstlerisch mit dem Thema »Diversität – Die Vielfalt der Bundeswehr als Einheit« auseinanderzusetzen. Während die Preisverleihung traditionell im Sitzungssaal des Verteidigungsausschusses im Berliner Paul-Löbe-Haus stattfindet, wurden pandemiebedingt die zehn Gewinner erstmals im Rahmen einer digitalen Preisverleihung mit Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer gewürdigt.

Bis zum 13. Juli 2020 hatten alle militärischen und zivilen Angehörigen der Bundeswehr die Möglichkeit, sich mit dem Thema »Diversität« zu beschäftigen und mit ihrem persönlichen künstlerischen Beitrag am 15. Kunstwettbewerb der Bundeswehr teilzunehmen. Insgesamt sind 116 Teilnehmer diesem Aufruf gefolgt und haben ihre ganz persönliche Arbeit in 89 individuellen Werken – angefangen bei klassischen Malereien und Bildkollagen über literarische Beiträge bis hin zu digitalen Videoproduktionen – bis zum Ablauf der Einsendefrist eingereicht, die am 14. Juli 2020 von einer unabhängigen Fachjury bewertet wurden.

Insgesamt hat die fünfköpfige Jury, die sich aus Abgesandten vom Bundesministerium der Verteidigung (BMVg), dem Zentrum Militärmusik der Bundeswehr, dem Streitkräfteamt (SKA), der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS) und einer Kunsttherapeutin zusammensetzte, sechs Stunden diskutiert und anhand klar definierter Bewertungskriterien die Sieger ermittelt. Neben den Preisträgern für die Einzel- und Familienarbeit wurde erstmalig in diesem Jahr ein Gruppenpreis vergeben.

Während traditionell Vertreter aus Politik, Ministerium und Bundeswehr im Sitzungssaal des Verteidigungsausschusses zusammenkommen, um die Preisträger zu feiern, sorgte die Corona-Krise in diesem Jahr für eine Umgestaltung der Präsenzveranstaltung. Erstmals wurden die zehn Gewinner im Rahmen einer rund 90-minütigen Videoschaltkonferenz ausgezeichnet.

Nach kurzer Anmoderation und Vorstellung des Themas zum 15. Kunstwettbewerb durch den für den Norddeutschen Rundfunk (NDR) in Hamburg tätigen Journalisten und Moderator Jörn Straehler-Pohl begrüßte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer alle Anwesenden und betonte, dass es ihr eine große Freude sei, die Preisverleihung an diesem Tag persönlich, wenn auch leider nur als Videokonferenz, durchführen zu können. Weiter führte sie an, dass Diversität ein anspruchsvolles Thema sei, das uns in unseren Streitkräften regelmäßig begegnet und das Prinzip der Vielfalt der Bundeswehr so eine besondere Stärke verleiht. So sei es zentral, die Potentiale eines jeden Menschen anzuerkennen und als Chance mit eigenem Wert zu begreifen.

In einem anschließenden Videogrußwort des Vorsitzenden des Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages Wolfgang Hellmich, MdB, hob dieser hervor, dass das Thema Diversität in der Bundeswehr ebenso im Verteidigungsausschuss präsent sei und ein Gesetzentwurf zur Rehabilitation von Homosexualität in der Bundeswehr dem Ausschuss vorliege.

Der Amtschef des Streitkräfteamts der Bundeswehr, Generalmajor Franz Weidhüner, lobte die Kreativität und Vielfalt aller eingereichten Werke.

EAS-Hauptgeschäftsführer Rolf Hartmann blickte auf den Entstehungsprozess und die Entwicklung des Kunstwettbewerbs zurück und betonte, dass er stolz darauf sei, dass erstmalig die politische Leitung persönlich an der Preisverleihung teilnimmt, bevor er den Preisträgern für ihre Beteiligung der künstlerischen Arbeit dankte. Als Schirmherr des Kunstwettbewerbs würdigte der Amtschef des Streitkräfteamts der Bundeswehr Generalmajor Franz Weidhüner die Kreativität und Vielfalt aller eingereichten Werke. Zudem bekräftigte er das Thema Diversität in seinem Verantwortungsbereich voranzubringen. Für ihn sei es selbstverständlich, jeden einzelnen in der Bundeswehr mitzunehmen, niemanden zurückzulassen und den Schwächeren in der Bundeswehr praktische Hilfsangebote anzubieten. Anschließend wurden im Wechsel von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, EAS-Hauptgeschäftsführer Rolf Hartmann und SKA-Amtschef Generalmajor Franz Weidhüner die Preise in virtueller Form an die zugeschalteten Preisträger – beginnend mit dem Familienpreis über den Gruppenpreis bis hin zu den acht Einzelpreisen – übergeben.

Familienpreis:Bodo, Kornelia und Florian Dittmer, Loredaner Schulz (Dittmer)
Gruppenpreis:Benedikt Brodka, Veronica Scholz
5. Preis:Daniel Müller
5. Preis:Pamela Liebe
5. Preis:Ralf Illauer
5. Preis:Franz Feigl
4. Preis:Sigrid Brozek
3. Preis:Stefan Siegel
2. Preis:Fabian Mendrok
1. Preis:Cornelia Vonderlind

Gruppenpreis MEHRWERT! Slampoesie mit Musik, Gesang und Klavier:


Zum Schluss bedankte sich Moderator Jörn Straehler-Pohl bei allen Anwesenden der Videoschaltkonferenz und forderte alle Kreativen in der Bundeswehr auf, sich weiterhin am Kunstwettbewerb der Bundeswehr zu beteiligen.  

Die Gewinnerkunstwerke sowie weitere ausgewählte Kunstbeiträge werden in Kooperation mit der Evangelischen Militärseelsorge ab dem 3. Mai in den Räumlichkeiten des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) ausgestellt. Ab der zweiten Jahreshälfte ist es geplant, diese im Rahmen einer Wanderausstellung deutschlandweit auszustellen und so auch der Zivilbevölkerung zugänglich zu machen.

Der Kunstwettbewerb der Bundeswehr:

Der Kunstwettbewerb der Bundeswehr wird seit 1997 wechselseitig von Evangelischer Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS) und Katholischer Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (KAS) durchgeführt und steht unter der Schirmherrschaft des Amtschefs des Streitkräfteamtes der Bundeswehr (SKA). Ziel dieser besonderen Betreuungsmaßnahme ist es, zur Förderung von Kunstschaffenden in der Bundeswehr und zur Verbesserung der Integration der Bundeswehr in die Gesellschaft aktiv beizutragen.

Weitere Informationen unter www.KunstBw.de.